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Last Update: : 24.02.2004
Daten von Atari-Disketten zum STEmulator transferieren.

Im Idealfalle ist eine Atari-Diskette auf dem PC ganz normal lesbar.
Dies setzt allerdings folgendes vorraus:

  • die Diskette ist auf eine PC mit 720Kb formatiert worden
  • die Diskette ist mit einem TOS >= 1.04 formatiert worden
  • die Diskette ist mit einem speziellen Programm wie z.B. E-Copy DOS- kompatibel formatiert worden
  • die Diskette ist eine HD-Diskette

Falls die Diskette auf dem PC nicht lesbar ist, kann dies mehrere Gründe haben:

  • die Diskette is mit einem TOS <1.04 formatiert worden
  • die Diskette ist "überformatiert" worden (10 Sectoren,Hyperformat usw.)
  • die Diskette ist eine spezielle selbstbootende Spielediskkette

Um die Daten von einer nicht lesbaren Diskette auf den PC und damit zum STEmulator zu übertragen gibt es mehrere Wege. Die Übertragung von größeren Mengen kann dabei aber zu einer sehr zeitraubenden Arbeit werden.

Atari Disketten auf dem Atari modifizieren.

Der Grund warum Atari Disketten von PCs nicht akzeptiert werden ist ein Versäumnis der Programmierer des TOS. Nur wenige Byte auf den Verwaltungssektoren der Diskette sind nicht so wie es der PC erwartet. Das einfachste wäre also diese Bytes dahingehend abzuändern das die Diskette wirklich DOS kompatibel ist. Diesem Problem hat sich Michael Bernstein angenommen und das Programm ST2DOS geschrieben das diese Änderungen vornimmt. Sie können dieses Tool hier downloaden oder auch auf der Website von Michael, wo auch noch andere interresante Atari Programme gehostet sind. Dieser Weg ist aber nur möglich wenn es sich nicht um eine spezielle 10 Sektor oder Hyperformatierte Diskette handelt. Diese Disketten würde ein PC auch nach dieser Behandlung nicht akzeptieren, da er mit diesen Formaten nichts anfangen kann. Auch sollte man beachten mit diesem Programm kein selbstbootende Spiele Diskette zu bearbeiten, da der Bootsektor nach dem Ändern der Byte nicht mehr als Ausführbar erkannt wird. Für normale 720k Disketten ist dies aber der erste Weg um zu versuchen diese dem PC näherzubringen. Vorraussetzung ist aber allerdings ein funktionierender Atari. Sie können diese Änderungen nicht mit dem STEmulator an den Disketten vornehmen. Eine Anleitung liegt dem Programm bei.

Daten umkopieren.

Kopieren Sie die Daten auf eine DOS-kompatible Diskette. Diese können Sie entweder auf einem Atari formatieren oder auf einem PC. Auf dem Atari ist es, wie erwähnt nötig das Sie TOS 1.04 oder größer oder eine spezielles Programm wie E-Copy benutzen umd die Disketten zu formatieren. Auf dem PC gehen Sie auf den Arbeitsplatz und klicken mit der rechten Maustaste auf das Diskettenlaufwerk. Im Kontextmenü wählen Sie "Formatieren...". Im folgenden Dialog müssen Sie jetzt noch unter "Speicherkapazität" auf das Format "3,5 Zoll 720KB,512 Bytes/Sektor" wechseln. Diese formatierte Diskette ist auf dem Atari ohne Probleme zu benutzen. Diese Art der Datentransferierung kann allerdings auch Problem aufwerfen. Erstens benötigen Sie einen funktionierenden Atari. Zweitens ist Windows-XP, das praktisch allen neuen Rechnern beiliegt, nicht mehr ohne weiteres in der Lage eine 720k Diskette zu formatieren. Es kann damit zwar ohne Problem damit umgehen die Möglichkeit der Formatierung ist allerdings nicht mehr vorgesehen. Eine Möglichkeit dies zu umgehen ist ist das kopieren einer unter Windows funktionierenden 720K Diskette. Die Kopierfunktion kann nämlich auch unter XP eine Diskette noch mit 720K formatieren. Wählen Sie dazu im Kontextmenü "Datenträger kopieren ..." aus.

Diskimages erstellen.

Eine andere Methode der Datenübetragung ist das Erstellen von sogenannten Diskimages. Dies sind Dateien die den Inhalt der gesamten Diskette Sektor für Sektor enthalten und vom STEmulator wie eine Diskette gelesen werden können. Viele Spiele die Sie im Internet für andere Atari Emulatoren finden liegen auch als Diskimages vor. Sie haben meist die Endung ".ST". Zum Erstellen dieser Images benötigen Sie ein spezielles Programm,WFDCOPY.EXE, welches Sie sich hier auch herrunterladen können. Die Bedienung ist sehr einfach: Starten Sie das Programm und legen Sie eine der auf dem PC nicht lesbaren Disketten ein.

Drücken Sie jetzt auf den Button "Disk to File ...". WFDCOPY versucht jetzt das Format der Diskette zu erkennen und zeigt dies in einem Dialogfenster an. Nach Bestätigung von OK müssen Sie den Namen der zu erstellenden Imagedatei angeben. Die Endung ".ST" wird automatisch angehängt.

Sie können im Floppy-Parameter Dialog noch einige Einstellungen machen, die für nicht mehr ganz einwandfreie Disketten hilfreich sein können.

  • Attempts: In dieses Feld können Sie die Anzahl der Leseversuche eintragen die WFDCOPY durchführt bis es den Sektor als nicht verwertbar ansieht.
  • Slow-mode: Falls abgehakt, wird die Diskette Sektorweise eingelesen. Dies dauert deutlich länger, ist aber bei fehlerhaften Disketten sicherer, da bei einem Fehler nicht ein ganzer Track sondern nur ein Sektor ausfällt. Meistens ist dann ein Großteil der Daten trotzdem noch lesbar.
  • Auto-ignore erros: Falls nicht abgehakt wird bei jedem Fehler ein entsprechechnder Dialog angezeigt.

Jetzt fängt WFDCOPY an die Diskette einzulesen und als Image abzuspeichern.

Während des Erzeugens des Images zeigt das Programm mit Hilfe von Farben seinen Fortschritt bzw. Fehler an.

  • Hellgrün : "Lesen ok"
  • Grün : "Schreiben ok"
  • Blau : "Formatieren ok"
  • Rot : "Fehler beim Lesen/Schreiben/Formatieren"

Damit der STEmulator mit dem erzeugtem Image auch etwas anfangen kann, müssen Sie es dem Programm als Parameter beim Start übergeben. Die einfachste Möglichkeit dies zu tun, ist es das Image auf die STEmulator-Verknüpfung auf dem Windows Desktop zu ziehen. Der Stemulator wird dann automatisch gestartet und bindet das Image als Laufwerk A: ein. Sie können dann auf dem Atari Desktop ganz normal darauf zugreifen und die Daten auf die Festplatte kopieren. Vorraussetzung hierfür ist es das die Endung ".ST" lautet. Falls Sie keine Verknüpfung mehr auf dem Windows-Desktop haben, können Sie diese ganz einfach neu erstellen indem Sie die Stemulator.exe mit gedrückter rechter Maustaste auf den Windos Desktop ziehen, und im Kontextmenü das beim Loslassen erscheint "Verknüpfung hier erstellen" auswählen. Die Stemulator.exe finden Sie normalerweise immer unter "C:\Programme\STEmulator GOLD".

Es gibt allerdings immer noch Fälle in denen das Erstellen eines Images scheitert oder das erstellt Image auf dem STEmulator nicht benutzbar ist.
Dies wären zum Beispiel:

  • die Diskette ist zu beschädigt (evt. duch Alterung und schlechte Lagerung)
  • die Diskette (bzw. das Programm) hat einen Disketten basierenden Kopierschutz
  • die Diskette ist eine spezielle selbstbootende Spielediskkette die keinen Standard Bootsektor hat.

 

Programme zum Downloaden:

WFDCOPY 1.03: Windows-Programm zum Erstellen von Diskimages

ST2DOS: 720k Atari Disketten zu DOS Disketten wandeln von Michael Bernstein